Tenorhorn – Bariton

Am tenorhorn und bariton mit dabei:

Franz-Rudolf Jacob, Mathias Krämer, Fabian Großmann, Dominik Plein, Fabian Plein und Thomas Pitsch

 

Unser Tenorhorn- und Baritonregister kann neben diesen beiden Instrumenten, die uns allen durch die Militärmusik und die böhmische Volksmusik bekannt sind, auch zwei Vertreter aus der britischen Brass-Band Szene vorweisen. Da wäre zum einem das Euphonium (griechisch für „schöner Klang“) und zum anderem das Bariton-Horn (nicht zu verwechseln mit dem Bariton!), was zwar kleiner aussieht, aber dennoch die gleiche Gesamtrohrlänge hat.

Während Tenorhörner und Baritone oftmals in böhmischer Bauart mit Drehventilen hergestellt werden, das heißt der Trichter verläuft nicht gerade sondern oval, wird im Gegensatz dazu das Euphonium und das Bariton-Horn ausschließlich mit Périnetventilen und in gerader Bauform produziert. Alle vier Instrumente besitzen zwischen drei oder fünf Ventilen, das Euphonium wird zudem neben einem vierten Ventil auch im Profibereich mit einem Kompensationssystem und einem Trigger ausgestattet, um Intonationsschwankungen zu verhindern. Diese nehmen nämlich mit zunehmender Tiefe deutlich zu.

Alle vier Instrumente haben den selben Tonumfang, der mit mehr Ventilen nach unten erweitert werden kann. Sie klingen im Vergleich zu anderen Blechblasinstrumenten höher als die Tuba, aber tiefer als die Trompeten. Die Tonlage ist vergleichbar mit dem der Tenorposaune.

Doch worin unterscheiden sich nun diese vier Instrumente außer ihrer Herkunft?

Tenorhorn und Bariton bilden in der Volksmusik einen zweistimmigen Satz, in dem das Tenorhorn aufgrund seiner engeren Mensur schärfer und heller klingt und zudem in den Höhen besser anspricht, während das Bariton durch eine weitere Mensur weicher und voller, allen voran in den Tiefen, klingt. Das Euphonium weist ebenfalls eine weite Mensur auf, wird aber gerne als Soloinstrument eingesetzt, da es sehr variabel in der Klangfarbe ist. Aufgrund seines Klanges wird es auch als Violoncello der Blasmusik betitelt. Das Bariton-Horn ähnelt in der Mensur hingegen dem Tenorhorn, hat aber durch die gerade Bauweise einen klareren Klang. Dies hat auch Folgen für die Musik, die mit den Instrumenten gespielt wird. Während Tenorhorn und Bariton sinnbildlich für die volkstümliche Blasmusik stehen, haben das Euphonium und das Bariton-Horn ihren Platz neben den Brass-Bands in der symphonischen Blasmusik, die sich von Konzertwerken über Filmmusik bis hin zu Poparrangements erstreckt.