Trompete – Flügelhorn

„Spiele, was nicht da ist“  (Miles Davis)

An der trompete mit dabei:

Josef Schmitz, Achim Peters, Tobias Plein, Pascal Gasper, Lena Krütten und Sven Pauly


am flügelhorn und der trompete mit dabei:

Jörg Schommer, Jürgen Weckmann, Rainer Huss, Daniel Blitsch und Simon Becker

 

Die Trompete  -Das Instrument mit Sonderrechten

Im Vergleich zu anderen Instrumenten ist die Trompete eigentlich nicht groß, dafür kann sie umso lauter sein. Mit ihrem strahlenden hellen Ton übertönt sie locker ein ganzes Orchester.

In der Musikgeschichte spielten Trompeten oft eine Sonderrolle. So standen die früheren Hof- und Feldtrompeter über allen anderen Musikern und genossen Sonderrechte.

Die Geschichte der Trompete reicht über 3000 Jahre zurück. So hat man sogar Trompeten aus Bronze und Silber im Grab Tutanchamuns in Ägypten gefunden. Schon zu dieser Zeit wurde die Trompete zu militärischen oder religiösen Zwecken als Signalgeber eingesetzt.

Das „Goldene Zeitalter“ der Trompete war die Ära des Barock.

In der Klassik und Romantik fiel der Trompete durch die großen Komponisten der Zeit eine eher untergeordnete Rolle zu. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Trompetenventile erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurden. Tatsächlich waren Aufsatzbogen und Schafte (abnehmbare Rohre verschiedener Längen) noch bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts im Einsatz.

Die Trompete ist ein klassisches Instrument der Orchesterbesetzung, findet aber neben der Klassik im Jazz (Stile: Dixieland, Big Band und Swing) sowie in der Popmusik (Funk, Soul und Ska) ihre Verwendung. Ebenso gehört sie zu Blaskapellen, Militärmusikzügen und zu Zügen der Volksmusik und sorgt dort für melodische, hohe Klänge.

Das Flügelhorn

Die Trompete und das Flügelhorn sind miteinander verwandt und gehören beide zur Gruppe der Blechblasinstrumente. Die unterschiedlichen Mensuren von Trompete und Flügelhorn führen dazu, dass diese beiden Blechblasinstrumente sich hinsichtlich ihres Klanges deutlich voneinander abheben. Der Klang der Trompete ist härter und wird als besonders strahlend beschrieben, während der des Flügelhorns wärmer und weicher klingt. Daher wird das Flügelhorn sehr gerne als charakteristisches, melodieführendes Instrument in der traditionellen (bayerisch-böhmischen) Blasmusik eingesetzt, hat aber auch in Bigbands und als Jazz-Solo-Instrument seinen festen Platz.

Trompeten werden zwar natürlich auch als Melodieinstrumente eingesetzt, ihnen kommt aber in Formationen nicht dieselbe melodieführende Rolle zu wie Flügelhörnern. Stattdessen hat die Trompete gegenüber dem Flügelhorn bei signifikanten, oftmals auch rhythmischen, Akzentuierungen die Nase vorn.

Sehr häufig spielen Trompeter zusätzlich auch Flügelhorn und wechseln, beispielsweise im Orchester, zwischen beiden Instrumenten hin und her.

Die miteinander verwandten Blechblasinstrumente haben – wie dies auch in der Realität familiärer „Dunstkreise“ so ist – auf der einen Seite zwar unbestritten so einige Gemeinsamkeiten, sind aber auf der anderen Seite dann doch wiederum stolze, musikalische Individuen, die sich nicht über einen Kamm scheren lassen (wollen)…